Ein Meilenstein für nachhaltige Batteriezellfertigung in Europa

Münster, 13.7.2026 – Vom Spatenstich im Frühjahr 2025 über die Grundsteinlegung im Herbst bis zum heutigen Richtfest: Die »FFB Fab« – der zweite und größte Bauabschnitt der Forschungsfertigung Batteriezelle im Hansa-BusinessPark Münster-Amelsbüren – nimmt sichtbar Gestalt an. Carpus+Partner begleitet das Projekt als Generalplaner von Beginn an und freut sich, gemeinsam mit allen Beteiligten diesen besonderen Meilenstein zu feiern.

 

Hochkarätige Gäste beim Richtfest

Zu dem feierlichen Anlass kamen hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft zusammen. Mit dabei waren NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt Dorothee Bär, die stellvertretende Ministerpräsidentin und NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur, Münsters Oberbürgermeister Tilman Fuchs sowie Prof. Dr. Axel Müller-Groeling, Vorstand für Forschungsinfrastrukturen und Digitalisierung der Fraunhofer-Gesellschaft. Den traditionellen Richtspruch sprach das Baustellenteam; anschließend schlugen die geladenen Gäste gemeinsam mit den Institutsleitern der Fraunhofer FFB, Prof. Jens Tübke und Prof. Simon Lux, symbolisch die Zimmermannsnägel ein.

 

Das Projekt: Weltweit einmalig in Konzeption und Dimension

Die Fraunhofer Forschungsfertigung Batteriezelle ist eines der größten Forschungsbauvorhaben Deutschlands – und in ihrer Konzeption und Ausrichtung weltweit einmalig. Mit der »FFB PreFab« (1. Bauabschnitt, bereits in Betrieb) und der nun im Bau befindlichen »FFB Fab« (2. Bauabschnitt) schließt die Anlage die entscheidende Lücke zwischen Grundlagenforschung und großindustrieller Serienproduktion von Batteriezellen.

 

Auf 20.000 m² Produktions- und Forschungsfläche entsteht eine vollständig digitalisierte Forschungslinie im Gigawatt-Maßstab, in der ökonomisch und ökologisch nachhaltige Fertigungsverfahren für aktuelle sowie künftige Zelltechnologien entwickelt und für die großindustrielle Serienproduktion weiterentwickelt werden. Die bauliche Fertigstellung ist für Ende 2028 geplant.

 

Wirtschaftliche und strategische Bedeutung für NRW und Europa

Das Projekt ist wirtschaftlich so bedeutend, dass es NRW die Chance bietet, eine führende Rolle bei einer der zentralen Zukunftstechnologien zu übernehmen: der nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Batteriezellfertigung. Forschung und Entwicklung smarter Batterien ist eine Schlüsseltechnologie, die in NRW langfristig Arbeitsplätze sichert und damit die Lebensqualität der Region stärkt.

 

Münster verfolgt dabei einen ambitionierten Ansatz: Gemeinsam mit Partnern aus den Niederlanden strebt die Region an, zur europäischen Spitzenregion für Batterietechnik zu werden. Regionale und überregionale Akteure – von der Wissenschaft über die Industrie bis zur Politik – arbeiten Hand in Hand, um globale Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und Europa unabhängiger von asiatischen Lieferketten zu machen.

 

Das Land Nordrhein-Westfalen investiert rund 320 Millionen Euro in Grundstücke und Forschungsgebäude; das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt fördert Aufbau und Forschungsprojekte mit bis zu 750 Millionen Euro.

 

Carpus+Partner als Generalplaner: Erfahrung trifft Innovation

Mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Planung und Realisierung innovativer Forschungs- und High-Tech-Industriebauten hat Carpus+Partner das Konzept der FFB – von der Prozessanalyse über das Raumprogramm und die Planung der technischen Details bis zum Aufstellen der Leistungsverzeichnisse – maßgeblich mitentwickelt und begleitet das Projekt als Generalplaner über beide Bauabschnitte hinweg. Das gesamte Projekt wird konsequent auf Basis von Building Information Modeling (BIM) geplant und realisiert.

 

Planungs- und Projektpartner am Bau:

– NRW.URBAN – Bauherr im Treuhandauftrag des Landes Nordrhein-Westfalen

– assmann gruppe – Projektsteuerung

– Riedel Bau – Rohbau- Stahlbau- und Dacharbeiten

 

Wissenschaftliche Partner im Forschungsnetzwerk:

Fraunhofer FFB – Nutzerin und wissenschaftliche Betreiberin

– MEET Batterieforschungszentrum – Universität Münster

– Helmholtz-Institut Münster / Forschungszentrum Jülich

– Lehrstuhl PEM der RWTH Aachen und PEM Motion (Spin-off der RWTH Aachen)

 

Diese Konstellation zeigt eindrucksvoll, wie regionale und überregionale Akteure zusammenkommen, um gemeinsam globale Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Die Aachener Wissenschaftslandschaft ist dabei ein starker Motor für den Technologietransfer von der Forschung in die industrielle Anwendung.

 

Ausblick

Mit dem Richtfest ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Batteriezellfertigung in Europa getan. Carpus+Partner freut sich auf die nächsten Bauphasen und die Fertigstellung der »FFB Fab« bis Ende 2028 – als Beleg dafür, dass Gebäude Wissen vermehren und technologische Souveränität real werden kann.

 

 

Fotos: Fraunhofer FFB