Mehr Platz, mehr Flexibilität, mehr Innovation: seit Ende 2019 können sich die Mitarbeiter von Sartorius Stedim Cellca über ihr neues hochmodernes Labor- und Bürogebäude im neuen Ulmer Science Park III freuen. Mit 6.000 Quadratmetern Nutzfläche bietet der Komplex nun etwa doppelt so viel Platz wie das bisher angemietete Labor in Laupheim – und vor allem die Möglichkeit für innovative Entwicklungen im Bereich Zelllinien und Proteinproduktionsprozesse.

Nach einer anfänglichen Konzeptstudie konnten wir mit unserem Generalplanungsteam innerhalb von zweieinhalb Jahren Bauzeit das Cell Line Development Center realisieren. Dabei galt es, die anspruchsvollen Laborprozessabläufe nach Sartorius-Standards mit den speziellen Grundstücksgegebenheiten in Einklang zu bringen. Das Ergebnis: Ein moderner Neubau, der sich aus einem einstöckigen Sockel mit darunterliegender Tiefgarage inklusive Anlieferbereich sowie einem darauf befindlichen, dreistöckigen Riegel mit auffälliger Glasfassade zusammensetzt.

Im neuen Laborbereich ermöglichen gläserne Systemtrennwände offene, helle Arbeitsplätze sowie flexible Labore. Gleichzeitig riegeln sie die sensiblen Produktionsstätten der Zellkulturen hermetisch ab und bieten höchste Produktsicherheit und Qualität. Ein gläserner Gang entlang der Labore öffnet Besuchern – zumeist aktuelle oder künftige Auftraggeber – einen Einblick in die hochmodernen Entwicklungsräume. Im Bürobereich wurde eine Open-Space-Variante umgesetzt, die zum einen eine hohe Flexibilität sowie Möglichkeiten zum Austausch der Mitarbeiter untereinander und zum anderen viele Rückzugsmöglichkeiten und Think-Tanks bietet.

Ein besonderer Blickfang stellt die Glasfassade dar, die aus einer intensiven Beratung mit dem Bauherren und einem internen Gestaltungswettbewerb in unserem Haus entwickelt wurde: Auf einer Gesamtfläche von mehr als 3.200 Quadratmetern wurden 675 Glasscheiben in einer Structural-Glazing-Fassadenkonstruktion verbaut. Jedes der bis zu 650 Kilogramm schweren Elemente ist ein gestalterisches Unikat. Wie Puzzleteile ergeben sie zusammen das Abbild einer großen Wolke. Der Effekt entstand in einem neuartigen doppelten Digitaldruckverfahren mit weißen zellrunden Punkten in unterschiedlichen Größen, die auf die gesamte Glasfassade aufgebracht wurden. Im Bereich der Laborfenster werden weitere Effekte sichtbar: Es ist möglich, nach draußen zu schauen, aber nicht in das Gebäude hinein. Außerdem kann auf den außenliegenden Sonnenschutz verzichtet werden, da die Punkte die Glasfläche zu fünfzig Prozent verschatten, was den Solareintrag ins Gebäude und somit die Aufheizung des dahinterliegenden Labortraktes reduziert.

Das neue Labor- und Bürogebäude von Sartorius Stedim Cellca orientiert sich vom Sockel bis zum Dach zugleich an den Anforderungen des Biotechunternehmens und den Qualitäts-Standards des global agierenden Life-Science Konzerns Sartorius. Mit seiner funktionalen Zuordnung der Räumlichkeiten an die Prozesse und Arbeitsabläufe schafft das Cell Line Development Center die baulichen Voraussetzungen, um die steigende Nachfrage nach stabilen Zellkulturen für die biopharmazeutische Industrie optimal bedienen zu können.

Ausführliche Infos zum Projekt gibt es im aktuellen Architekturblatt und in der aktuellen reinraum online sowie bei unserer Projektübersicht.

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