Standort

Campus Beutenberg, Friedrich-Schiller-Universität Jena

Leistungen

Geräte- und Laborplanung, LPH 1-9, Entwurf: hks Architekten GmbH

Bauherr

BMBF – Bundesministerium für Bildung und Forschung; Freistaat Thüringen; Friedrich-Schiller-Universität Jena

Fläche

Labor ca. 2.800 m²

Bauzeit

Januar 2020 - April 2026

Das Microverse Center Jena ist ein zentraler Forschungsneubau der Friedrich-Schiller-Universität Jena und bildet das räumliche Herzstück des Exzellenzclusters „Balance of the Microverse“.

Hier arbeiten künftig rund 200 Mitarbeitende interdisziplinär an der Erforschung mikrobieller Gemeinschaften in Gesundheit, Umwelt und Biotechnologie.

Der Neubau vereint hochmoderne Labor- und Forschungsstrukturen mit Büroflächen und schafft durch Tagungsbereiche sowie offene Kommunikationszonen optimale Bedingungen für interdisziplinären wissenschaftlichen Austausch. Ein zentraler Bereich ist das Microverse Imaging Center, in dem hochsensitive Bildgebungsverfahren mit hoher räumlicher und zeitlicher Auflösung zum Einsatz kommen. Ergänzt wird das Gebäude durch die Geschäftsstelle des Excellenzclusters.

Eine Besonderheit des Projekts liegt in der integralen Planung: Bereits seit der frühen Konzeptionsphase wurden Labore und Geräteausstattung über den gesamten Projektverlauf gemeinsam entwickelt, beides präzise aufeinander abgestimmt, um einen reibungslosen Forschungsbetrieb zu gewährleisten.

Der Neubau verbindet optimale Bedingungen für Forschung und Austausch mit einem konsequent nachhaltigen Gebäudekonzept. Dazu zählen unter anderem eine Holzfassade aus thüringischer Fichte, große Wärmespeicher sowie ein Gründach mit einer Photovoltaikanlage. Auch im Inneren wird der Nachhaltigkeitsgedanke konsequent fortgeführt: vereinheitlichte, flexibel nutzbare Labore mit gezielter Differenzierung statt hoher Individualisierung ermöglichen langfristig anpassungsfähige, „atmungsfähige“ Strukturen. Zentrale Ausstattungen wie Spülküchen- und Kühltechnik, Analytik, Mikroskopie und Sicherheitswerkbänke sowie Neu-, Bestands- und schließlich Großgeräte, wurden frühzeitig in das Laborkonzept integriert.